September 18, 2026

Zürich. Das Zürcher Label Hockerty hat Gianluca Vacchi für das Cover eines internationalen Modemagazins eingekleidet – in einen hellrosa Leinen-Zweireiher und eine blaue Leinen-Field-Jacket nach Mass. Niemand hat den italienischen Unternehmer und Social-Media-Star je vermessen.

Das Prinzip hinter der Passform

Bei Hockerty entsteht das Mass nicht am Körper, sondern aus drei Angaben: Grösse, Gewicht, Alter. Ein digitales Körperprofil leitet daraus dreizehn Masse ab – Schulterbreite, Brustumfang, Arm- und Schrittlänge. Grundlage sind anonymisierte Daten aus Hunderttausenden Bestellungen, gesammelt über mehr als zehn Jahre.

Die Werte zeigt ein 3D-Abbild; sie sind vor dem Kauf einzeln korrigierbar, ergänzbar um Referenzfotos, und bleiben gespeichert. Bei Vacchi reichten die drei Zahlen und einige Fotos – ohne Anprobe, mit genau einem Exemplar je Teil.

Gianluca Vacchi trägt Hockerty für XMAG #66. Fotografie: Laura Chapman.

Vacchis Fazit

Die XMAG-Aufnahmen entstanden nahe Bologna, im rosa Zweireiher am Lavendelfeld. Sein Kommentar: „Zum ersten Mal trage ich etwas, das nicht mir gehört, aber es gefällt mir, es ist, als wäre es mir auf den Leib geschneidert.“ (im Original auf Spanisch)

Design zuerst

Erst wird gestaltet, dann gemessen. Der 3D-Konfigurator startet beim Stoff – Loro Piana, Vitale Barberis Canonico, F.lli Cerruti – und führt über Schnitt, Revers und Taschen zu Futter, Knöpfen, Nähten und Initialen. Eine virtuelle Anprobe bildet den kompletten Look vorab ab.

Fertigung nach Bestelleingang

Lager gibt es keins. Der Stoff wird nach der Bestellung zugeschnitten, genäht in Shanghai, Schuhe in Spanien. Rund zwei Wochen in die Schweiz, der rosa Leinen-Blazer für CHF 337. Sollte etwas nicht sitzen, greift die Perfect Fit Guarantee. Hockerty, 2008 gegründet, arbeitet in Zürich, Barcelona und Shanghai – und macht das Mass unabhängig von der Schneiderei.

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